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Fahrradtour.ruhr - ein rad - ein weg - das ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, unendliche Weiten, unendlich viel Natur, unendlich viele stillgelegte Zechen und Industrieanlagen. Früher durch Eisenbahnanlagen verbunden, fahren Sie heute auf diesen Wegen mit dem Fahrrad, das ist Radfahren im Ruhrgebiet.

Tourenvorschläge sicher Radfahren

© Bild: Stadt Bottrop

Zeit für diesen Beitrag: 8 minuten

Wo darf  ich radeln?

Wenn man mit dem Fahrrad von A nach B fährt, bewegt man sich auf einer Vielzahl unterschiedlicher Arten von Wegen, auf denen jeweils eigene Regeln gelten. Generell gilt: Radfahrer:innen gehören auf die Fahrbahn – genau wie andere fahrende Verkehrsteilnehmende. Lediglich Kinder unter acht Jahren müssen auf dem Gehweg fahren. Es gibt jedoch einige Ausnahmen und Sonderregelungen. Der pressedienst-fahrrad gibt einen Überblick und räumt mit Missverständnissen auf.

Baulich getrennter Radweg

Ein baulich getrennter Radweg ist meist durch den Bordstein oder einen Grün- bzw. Parkstreifen von der Fahrbahn und vom Gehweg abgehoben. Zur besseren Visualisierung kommt beispielsweise ein anderer Untergrundbelag zum Einsatz. Der Radweg ist einseitig in Fahrtrichtung zu befahren, außer wenn durch ein Schild das Fahren entgegen der Fahrtrichtung freigegeben ist. Aber: Ein baulich getrennter Radweg muss nicht zwangsläufig befahren werden. Erst ein Schild (Radweg Z 237, getrennter Rad- und Fußweg Z 241, gemeinsamer Rad- und Fußweg Z 240) macht den Radweg auch benutzungspflichtig. Ist kein Schild angebracht, darf der/die Radfahrende selbst entscheiden, ob er/sie auf der Fahrbahn oder dem Radweg fahren möchte. Auch wenn der benutzungspflichtige Radweg durch einen Gegenstand, z. B. ein parkendes Auto, versperrt oder im Winter nicht geräumt ist, dürfen Radfahrer:innen auf die Fahrbahn – und nicht auf den Gehweg – ausweichen.
Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]
Den Hund vom Rad aus zu führen ist nicht ohne Risiko. Ohnehin gehören beide Hände an den Lenker. Zur Leine wird dann eine spezielle flexible Halterung, die sich am Hinterbau anbringen lässt. Mit ihr bleiben plötzliche Bewegungen des Hundes weitgehend ohne Auswirkung auf das Fahrverhalten. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]

Radfahrstreifen

Eine durchgezogene Linie steht für einen Radfahrstreifen und ist für Radfahrende benutzungspflichtig.Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Eine durchgezogene Linie steht für einen Radfahrstreifen und ist für Radfahrende benutzungspflichtig.Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Radfahrstreifen sind Radwege, die auf der Fahrbahn angelegt sind und mit einem durchgezogenen weißen Strich gekennzeichnet sind. Diese Streifen sind benutzungspflichtig für Radfahrer:innen, dürfen nur in Fahrtrichtung befahren werden und sind durch ein Radweg-Verkehrszeichen gekennzeichnet. Für Autofahrer:innen gilt: Die weiße Linie darf nicht überfahren werden und auch das Parken und Halten auf den Radfahrstreifen ist nicht zulässig. Da die Radfahrstreifen nicht als Teil der Fahrbahn gelten, müssen Autofahrer:innen beim Überholen auch keine 1,5 bzw. zwei Meter Mindestabstand halten. Deshalb gibt es zusätzlich die Sonderform des „Geschützten Radfahrstreifens“. Diese Idee stammt aus den USA. Dabei wird ein farblich markierter Radfahrstreifen durch Anpflanzungen, Poller oder Leitplanken von der Fahrbahn nochmals getrennt, was das subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrenden verbessert.

Pop-up-Radweg (Pop-up-Bike-Lane)

Ein baulich getrennter Radweg ist meist durch den Bordstein oder einen Grün- bzw. Parkstreifen von der Fahrbahn und vom Gehweg abgehoben. Zur besseren Visualisierung kommt beispielsweise ein anderer Untergrundbelag zum Einsatz. Der Radweg ist einseitig in Fahrtrichtung zu befahren, außer wenn durch ein Schild das Fahren entgegen der Fahrtrichtung freigegeben ist. Aber: Ein baulich getrennter Radweg muss nicht zwangsläufig befahren werden. Erst ein Schild (Radweg Z 237, getrennter Rad- und Fußweg Z 241, gemeinsamer Rad- und Fußweg Z 240) macht den Radweg auch benutzungspflichtig. Ist kein Schild angebracht, darf der/die Radfahrende selbst entscheiden, ob er/sie auf der Fahrbahn oder dem Radweg fahren möchte. Auch wenn der benutzungspflichtige Radweg durch einen Gegenstand, z. B. ein parkendes Auto, versperrt oder im Winter nicht geräumt ist, dürfen Radfahrer:innen auf die Fahrbahn – und nicht auf den Gehweg – ausweichen.
PopUp_BikeLane_Berlin_©ADFC - ADFC warnt vor dem Super-Stau Quelle/Source [´www.pd-f.de / ADFC / Tosic´]
PopUp_BikeLane_Berlin_©ADFC - ADFC warnt vor dem Super-Stau Quelle/Source [´www.pd-f.de / ADFC / Tosic´]

Schutzstreifen

Auf speziellen Schutzstreifen können Radfahrende sicher unterwegs sein - Autos müssen hier den erforderlichen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Auf speziellen Schutzstreifen können Radfahrende sicher unterwegs sein - Autos müssen hier den erforderlichen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Schutzstreifen, auch als Angebotsstreifen oder Suggestivstreifen bezeichnet, sind ebenfalls auf der Fahrbahn aufgemalt, jedoch nicht mit durchgezogenen, sondern mit gestrichelten Linien gekennzeichnet. Autofahrende dürfen deshalb bei Bedarf, z. B., um dem Gegenverkehr auszuweichen, die Linie überfahren. Allerdings mit der Einschränkung, dass der Radverkehr nicht beeinträchtigt wird. Beim Überholen von Radfahrenden muss der Mindestabstand eingehalten werden. Auf dem Schutzstreifen darf zudem nicht mit einem Kfz oder Lkw gehalten oder geparkt werden – auch nicht zum Be- und Entladen. Eine Benutzungspflicht des Schutzstreifens für Radfahrende gibt es zwar nicht, allerdings kann eine Strafe wegen Missachtung des Rechtsfahrgebots drohen, wenn man den Streifen nicht benutzt.

Fahrradstraße

Bei einer Fahrradstraße handelt es sich um einen Bereich, in dem der Radverkehr Vorrang genießt. Im Gegensatz zum Radweg ist dabei die komplette Fahrbahn für den Radverkehr vorgesehen. Weitere Verkehrsteilnehmer:innen sind offiziell nicht zugelassen, es sei denn, ein Verkehrszeichen gibt die Straße für z. B. Kfz frei. Dem Radverkehr ist dann weiterhin Vorrang zu gewähren und sich an die gängigen Regelungen zu halten. Dazu zählen u. a. eine Regelgeschwindigkeit von maximal 30 km/h sowie, dass Radfahrer:innen nebeneinander fahren dürfen. Allerdings: Kinder unter acht Jahren müssen auch in einer Fahrradstraße auf dem Gehweg fahren.
Die Beschilderung ist eindeutig: Dies ist eine Fahrradstraße, Motorräder und Autos dürfen sie aber ebenfalls benutzen. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Thomas Geisler´]
Die Beschilderung ist eindeutig: Dies ist eine Fahrradstraße, Motorräder und Autos dürfen sie aber ebenfalls benutzen. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Thomas Geisler´]

Fahrradzone

Auf Alltagswegen unverzichtbar - ein Fahrrad mit Gepäckträger, Schutzblechen, funktionierendem Licht und guten Bremsen. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]
Auf Alltagswegen unverzichtbar - ein Fahrrad mit Gepäckträger, Schutzblechen, funktionierendem Licht und guten Bremsen. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]
Fahrradzonen stellen eine flächenmäßige Erweiterung der nur streckenmäßig anzuordnenden Fahrradstraßen dar. Sie können von Kommunen ähnlich wie Tempo-30-Zonen eingerichtet werden, dürfen sich jedoch nicht mit Tempo-30-Zonen überschneiden. Sie werden meist für Nebenstraßen eingerichtet und dienen dazu, die Sicherheit von Radfahrer:innen in einem größeren Bereich zu erhöhen.

Radschnellweg

Die Wege dienen dazu, Radverkehr möglichst kreuzungs- und ampelfrei über längere Distanzen auf direkten Strecken zu ermöglichen. Sie werden deshalb gerne auch als Radautobahnen betitelt, weil sie zudem möglichst breit angelegt sein sollen, damit Radfahrer:innen auch problemlos überholen können. Radschnellwege sind separiert von Kfz- und Fußverkehr angelegt und alleinig Radfahrenden vorbehalten.
Auf diesem Weg hat das Fahrrad eindeutig Vorrang vor allen anderen Verkehrsmitteln. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]
Auf diesem Weg hat das Fahrrad eindeutig Vorrang vor allen anderen Verkehrsmitteln. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]

Freigegebene Gehwege

n Gefahrenpunkten können Gehwege für Radfahrende frei gegeben werden. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
n Gefahrenpunkten können Gehwege für Radfahrende frei gegeben werden. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Wenn es durch ein spezielles Zusatzschild „Radfahrer frei“ gekennzeichnet ist, dürfen Radfahrer:innen auch auf dem Gehweg fahren. Das ist jedoch mit Verhaltensregeln verbunden: So müssen sie möglichst Schrittgeschwindigkeit fahren und den Fußgänger:innen Vorrang gewähren. Es besteht keine Benutzungspflicht, weshalb Radfahrende selbst entscheiden können, ob sie den Gehweg oder die Fahrbahn nutzen wollen. Deshalb ist die Regelung in erster Linie dazu gedacht, an stark frequentierten Straßen eine Alternative zur Fahrbahn für Nutzer:innengruppen zu bieten, die sich zwischen den motorisierten Fahrzeugen unsicher fühlen.

Freigegebene Einbahnstraße

Immer häufiger werden Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer:innen freigegeben und somit eine bessere Verkehrsführung für den Radverkehr erreicht. Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier erforderlich. Außerdem ist eine Geschwindigkeit von max. 30 km/h zu empfehlen. Zusätzlich ist eine Freigabe für den Radverkehr auch bei sogenannten „unechten Einbahnstraßen“ möglich. Dabei handelt es sich beispielsweise um Straßen, auf denen ein Verbot von Kraftfahrzeugen herrscht oder auch eine Fahrradstraße, die nur in eine Richtung zum Befahren von Kraftfahrzeugen freigegeben ist.
Immer mehr Einbahnstraßen werden für die Nutzung von beiden Seiten für Radfahrende frei gegeben. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
Immer mehr Einbahnstraßen werden für die Nutzung von beiden Seiten für Radfahrende frei gegeben. Quelle/Source [´www.pd-f.de / Arne Bischoff´]
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