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Fahrradtour.ruhr - ein rad - ein weg - das ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, unendliche Weiten, unendlich viel Natur, unendlich viele stillgelegte Zechen und Industrieanlagen. Früher durch Eisenbahnanlagen verbunden, fahren Sie heute auf diesen Wegen mit dem Fahrrad, das ist Radfahren im Ruhrgebiet.

Tourenvorschläge sicher Radfahren

© Bild: Stadt Bottrop

Zeit für diesen Beitrag: 6 minuten

7 Brücken-Tour entlang des Rhein-Herne-Kanals

Im Rahmen eines IBA Emscher Park-Modellprojekts entstanden neue Geh- und Radwegbrücken im Zentrum des Ruhrgebiets, entlang der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals, in einer Region, deren Neuentdeckung sich nach dem Wegfall der Schwerindustrie wieder lohnt und die Platz für unterschiedlichste Formen der Vernetzung und Erschließung bietet.

7 Brücken-Tour entlang des  Rhein-Herne-Kanals

7 Brückentour, Umweltzonenfreifahrer
Umweltzonenfreifahrer © U. Schäfer

Der ADFC Bottrop/Kirchhellen lud am 25.05.17 (Vatertag) zu einer Tour entlang des Rhein-Herne-Kanals ein. Geführt wurde die Tour von Heinz Brockmann. Er hat diese Tour schon vor einigen Jahren entwickelt und sie jetzt mal wieder angeboten. Der Zuspruch am Ausgangspunkt “Quadrat” in Bottrop war doch schon erheblich. Letztlich waren es 26 Teilnehmer die sich auf den Weg machten, außergewöhnliche und sehenswerte Brücken über den Kanal zu erkunden.
Um 12 Uhr ging es in Bottrop los. Entlang des Parkfriedhofes und ein Stück durch den Ortsteil Bot – Fuhlenbrock fuhren wir über Volksgolfplatz Jacobi Richtung OB – Osterfeld und erreichten nach kurzer Zeit die erste Brücke.

Slinky springs to fame

Slinky springs to fame - Tobias Reh­ber­ger -
Slinky springs to fame - Tobias Reh­ber­ger - © Ulrich Schäfer 2017
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Bei der von Tobias Rehberger entworfenen Spiralbrücke Slinky springs to Fame handelt es sich um ein absolutes Unikat. Angelehnt an das bekannte Kinderspielzeug, windet sich die Brücke in Oberhausen über den Rhein-Herne-Kanal. Die Brückenskulptur verbindet dabei den Kaisergarten des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit dem Volkspark der Reformzeit auf der Emscher-Insel an der Stelle eines historischen, nicht erhalten gebliebenen Brückenschlages. Mit einer schwingenden Spirale schafft Tobias Rehberger einen neuen künstlerischen Landschaftsübergang: leicht, wild, unregelmäßig, wie ein geworfenes Seil mutet die Brücke an. Die nur gut 2,50 m breite Lauffläche der Brücke wird durch alternierende Farbfelder rhythmisiert, die gleich einem Code aus 16 verschiedenen Farbtönen zusammengesetzt ist. So entsteht eine Architekturskulptur, die wie ein dynamischer Bewegungsraum zu erleben ist.
Slinky springs to Fame befindet sich im Oberhausener Kaisergarten und führt von dort über den Rhein-Herne-Kanal auf das Gelände des Stadt Sportbundes. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Fußgängerbrücke handelt, Fahrräder müssen über die Brücke geschoben werden. Nachts wird die Brücke beleuchtet.
Anfahrtdresse: Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen
GPS: 51.4931276, 6.8584085,18

Tausendfüßlerbrückenahe Gasometer

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Tausendfüßlerbrücke

Standort: 400 m östlich des Gasometers Oberhausen (Emscherschnellweg)
46117 Oberhausen
Baujahr: 1999
Beschreibung:
Die Fußgängerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal, den Emscher-Kanal und die Autobahn A42 wurde 1999 fertig gestellt und ermöglicht seitdem den Fußgängern und Radfahrern eine direkte Verbindung zwischen OLGA-Park und Neuer Mitte Oberhausen.
Die besonderen Gegebenheiten des Ortes waren ausschlaggebend für die Gestaltung der Brücke. Um die Gefahr von Bodensetzungen zu vermeiden wurde das Bauwerk auf 15 Meter tiefen Bohrpfählen eingehoben.
 
Den Namen „Tausendfüßler“ erhielt die 230 Meter lange Betonbrücke aufgrund ihrer zahlreichen Metallstützen. Die Stützen nehmen die Vertikalkräfte auf und sind teilweise in den Boden eingelassen, teilweise verbinden sie den Über- und Unterbau der Brücke.
 
Über die Autobahn spannen vorgefertigte Stahlbetonträger die mit Ortbetonscheiben vergossen wurden. Die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal werden von luftdicht verschweißten Stahlkastenrahmen überbrückt. Eine Rampenkonstruktion und Wendeltreppe ermöglichen den Benutzern nach unten zu den Kanalufern gelangen.
Trotz verschiedenen Stützweiten und hindernisreichem Untergrund wird die Brücke beim Begehen als einzelner leicht gewellter Pfad aus Beton wahrgenommen. Die Tragkonstruktion lässt sich erst beim betreten der Rampe entdecken und überrascht mit ihrer Komplexität.
 
 
Auszeichnungen: Architekturpreis NRW 2001 (BDA NRW), Preisträger
Copyright: Tatjana Trippel / Redaktion baukunst-nrw

Fußgängerbrücke Ripshorst

Brücke_Ripshorst 7 Brücken-Tour entlang des Rhein-Herne-Kanals
Brücke_Ripshorst 7 Brücken-Tour entlang des Rhein-Herne-Kanals
Rhein-Herne-Kanal, km 11+400
46117 Oberhausen
Baujahr: 1997
Epoche: Gegenwart
Urheber/Büro: Schlaich Bergermann und Partner
Bauherr: Regionalverband Ruhr
 
Im Rahmen eines IBA Emscher Park-Modellprojekts entstanden neue Geh- und Radwegbrücken im Zentrum des Ruhrgebiets, entlang der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals, in einer Region, deren Neuentdeckung sich nach dem Wegfall der Schwerindustrie wieder lohnt und die Platz für unterschiedlichste Formen der Vernetzung und Erschließung bietet.
In direkter Nähe zum Gehölzgarten Ripshorst in Oberhausen wurde 1996 nach Plänen des Büros Jörg Schlaich ein besonderes Brückenbauwerk über den Kanal gebaut und 1997 freigegeben. Gedacht für Fußgänger und Radfahrer, die sich das Wege-Netzwerk des Emscher-Landschaftsparks erschließen wollen, wurden beidseitig des Kanals bestehende Brückenfundamente einer ehemaligen Werksbahnverbindung für die Einspannung eines neuen Brückenkörpers genutzt. Das dabei entstandene Bauwerk fügt sich in die umgebende Landschaft ein, ohne sich ihr unterzuordnen.
 
Eine Bogenbrückenkonstruktion überspannt auf einer Länge von 130 Metern und einer Breite von drei Metern den Wasserweg. Die Raumkurve des Bogens bildet die Stützlinie der im Grundriss gekrümmten Gehwegplatten des Überbaus. Großteilig vorgefertigt, besteht die Brücke aus Stahlelementen. Eine Besonderheit bilden hierbei aus Stahlguss gefertigte Verbindungsknoten.
Das Bauwerk strömt in seinem Erscheinungsbild große Fragilität aus. Beim Überqueren der Brücke werden die Schwingungen des Baukörpers auf den Nutzer übertragen. Man spürt geradezu die Leichtigkeit der Konstruktion.
© Peter Köddermann (MAI)

Brücke über Hafen der ehemaligen Schachtanlage "Graf Bismarck".

Brücke über Hafen der ehemaligen Schachtanlage “Graf Bismarck”. sehenswerte Brücke mit Ruhebänken, auf denen dir die Sonne auf den Rücken scheint. Rund im den Hafen selbst viele kleine Restaurants und schicke Cafes.

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Doppelbogenbrücke - Nordsternpark

Bogenbrücke im Nordsternpark
Doppelbogenbrücke Nordsternpark, © 2017/U. Schäfer
1996 wurde zur Bundesgartenschau eine 36 m hohe Doppelbogenbrücke aus Stahl errichtet. Mit einer Spannweite von 80 m und zwei asymmetrischen, aber parallelen Bögen liegt sie schräg über dem Rhein-Herne-Kanal und ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad passierbar. Die Konstruktion ist ein Entwurf von Stefan Polónyi.

Grimberger Sichel

Grimberger Sichel
 
Die Fuß- und Radfahrerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal am Hafen Grimberg verbindet die Erholungsgebiete nördlich und südlich des KulturKanals direkt und ohne lange Umwege. Sie bildet den Abschluss des Erlebnisradweges Erzbahntrasse. Gestaltet wurde die  Grimberger Sichel  von dem bekannten Architekturbüro Schlaich Bergermann und Partner (Eröffnung 2009). Die asymmetrische Stahlkonstruktion an einem 48 Meter hohen Stahlpylon und mit einer Spannweite von rund 150 Metern wurde von der Europäischen Konvention für Stahlbau mit dem European Steel Bridges Award 2010 ausgezeichnet.
Grimberger Sichel, 7 Brückentour
auf der Grimberger Sichel, © 2017/U. Schäfer
Die Brückenteile wurden mit Hilfe eines Schwimmkranes am 25. Oktober 2008 zusammengefügt. Die offizielle Einweihung des letzten Teilabschnitts der Erzbahntrasse fand im Rahmen eines Festaktes am 26. Oktober 2008 statt. Die Freigabe der Brücke für die Öffentlichkeit erfolgte Ende April 2009, die offizielle Eröffnungsfeier für die Brücke fand am 20. Juni 2009 statt. Gäste waren unter anderem der zuständige NRW-Minister Uhlenberg, die Oberbürgermeister der beteiligten Städte und die RVR-Verantwortlichen.

Einen kleinen Eindruck von dieser Tour vermittelt dieser kleine Videoausschnitt

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Fleuthe - Brücke

Fleuthe-Brücke

Die Fleuthebrücke ist Teil der historischen Gahlenschen Straße im Ruhrgebiet.
Der Kohlenweg von Hattingen über Bochum bis zum Dorf Gahlen wurde 1766 als eine der ersten befestigten Straßen im mittleren Ruhrgebiet angelegt. Er diente dem Transport der an der Ruhr geförderten Steinkohle in Richtung Norden. Über die Fleuthe, einem rechtsseitigen Nebenfluss der Emscher, wurde 1853 die sieben Meter lange und sechs Meter breite Bogenbrücke aus Sandstein als Teil des Kohlenweges errichtet.
Fleuthebrücke an der Willy-Brandt-Allee, Grenze von Gelsenkirchen und Herne, 8. April 2012, Quelle Eigenes WerkUrheber Frank Vincentz
Fleuthebrücke an der Willy-Brandt-Allee, Grenze von Gelsenkirchen und Herne, 8. April 2012, Quelle Eigenes WerkUrheber Frank Vincentz
Der grenzstiftende Bach zwischen Gelsenkirchen und Herne ist durch die Verlegung der Emscher nach Norden (Bau des Rhein-Herne-Kanals ab 1910) trockengefallen, sodass die Brücke inzwischen ihren technischen Sinn verloren hat. Sie ist trotzdem noch erhalten, wurde 1992 bis 1994 restauriert und als Baudenkmal in beiden Städten erfasst. Touristisch wird sie durch einen Wanderparkplatz und eine nach ihr benannte Bushaltestelle (Linie 342 ab Wanne-Eickel Hbf. bzw. GE, Forsthaus) an der B 226 erschlossen. Sie ist auch Teil des Projektes Kunststraße wird Straße der Kunst, mit dem im Kulturhauptstadtjahr 2010 die Gahlensche Straße bespielt wurde
Von Frank Vincentz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19155236
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Der Kohlenweg und die Brücke sind Teile der Route der Industriekultur.
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