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Fahrradtour.ruhr - ein Rad - ein Weg - das ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, unendliche Weiten, unendlich viel Natur, unendlich viele stillgelegte Zechen und Industrieanlagen. Früher durch Eisenbahnanlagen verbunden, fahren Sie heute auf diesen Wegen mit dem Fahrrad, das ist Radfahren im Ruhrgebiet.

 

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Zeit für diesen Beitrag: 9 minuten

Rund um Bochum

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Touren in Bochum. Bochumer Radrunden. Informationen und Tipps zu Radtouren in und um Bochum herum. Zusammengestellt vom Tiefbauamt der Stadt Bochum.

Rund um Bochum

Die Route „Rund um Bochum“ umschließt auf circa 68 Kilometern einen Großteil des Bochumer Stadtgebietes. Kombiniert werden dabei Abschnitte des Ruhrtalradweges, des Parkway EmscherRuhr (zwischen Kemnader See und Schiffshebewerk Henrichenburg), die Route der Industriekultur (früher Emscher Park Radweg) und der ehemalige R25. Zusammen ergibt sich so eine Radrunde weitestgehend abseits des Straßenverkehrs.

Zu entdecken gibt es auf der Strecke viele grüne Abschnitte und einige Landmarken beziehungsweise Kleinode: Der Ümminger See, die Harpener und die Grummer Teiche sowie der Volkspark Hiltrop laden zum Verweilen ein. Knapp auf Gelsenkirchener Stadtgebiet liegt die Halde Rheinelbe mit der Himmelstreppe, die mit dem Rad erklommen werden kann. Von oben bietet sich dann ein Rundumblick auf den Bochumer Westen, Gelsenkirchen, Essen und das nördliche Ruhrgebiet. Von dort aus wird auf dem R25 nach Dahlhausen zur Ruhr hin gefahren. Hier kann ein Abstecher zum Eisenbahnmuseum unternommen werden – ansonsten wird flussaufwärts der Ruhrtalradweg bis zum Kemnader See befahren. Der Ruhrtalradweg verläuft in Hattingen mittlerweile auf der südlichen Ruhrseite, hier wird der ehemalige Verlauf dargestellt.

An Wochenenden muss insbesondere auf dem Ruhrtalradweg und den Abschnitten der Erzbahntrasse / Kray-Wanner-Bahntrasse im Bochumer Nordwesten mit starkem Freizeitverkehr gerechnet werden.

Die gesamte Runde kann prinzipiell in beide Richtungen befahren werden, zwischen Dahlhausen und Sevinghausen existiert aber ein etwa 400 Meter langer deutlicher Anstieg – daher wird die Runde entgegen des Uhrzeigersinnes vorgegeben.

Daten zur Radrunde:
68 Kilometer
Circa 300 Höhenmeter

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Rund um das Bochumer Zentrum

Das Bochumer Zentrum kann auf 31 Kilometern weitgehend frei vom motorisierten Verkehr umrundet werden. Die dabei zu erklimmenden etwa 310 Höhenmeter verteilen sich auf die gesamte Strecke – es handelt sich also immer nur um kurze Anstiege, die zur Not auch geschoben werden können. Dazwischen verläuft die Runde aber weitestgehend eben, da dreieinhalb ehemalige Bahntrassen miteinander verbunden werden: Wird an der Jahrhunderthalle gestartet und gegen den Uhrzeigersinn gefahren, bietet das Parkband West im ersten Abschnitt einen stetigen Wechsel von Landschafts- und Siedlungseindrücken. Am südlichsten Punkt der Runde endet das Parkband West im Schloßpark Haus Weitmar und trifft dort auf die Springorumtrasse, die nach Norden hin wieder nah an das Stadtzentrum heranführt. Zur Not könnte hier also abgekürzt werden – ansonsten erreichen Sie über die Lothringentrasse den nördlichsten Punkt am Heizkraftwerk Hiltrop. Von hier aus führt die Runde auf der Route der Industriekultur (früher Emscher-Park-Radweg) an den Grummer Teichen entlang und weiter nach Westen bis zum Industriemuseum Zeche Hannover. Der Weg wird durch den RVR aktuell vollständig saniert. Mit der Erzbahntrasse gelangt man wieder zurück zur Jahrhunderthalle.

 

Mit dieser Radrunde wird deutlich, dass Bochum noch immer von der Montanindustrie profitiert: Ohne die ehemaligen Bahntrassen wäre ein Großteil der Route nicht denkbar bzw. müsste häufiger über deutlich stärker befahrene Straßen führen.

Alle Anstiege bzw. Gefälle sind grundsätzlich in beide Richtungen befahrbar, das Gefälle von der Hiltroper Straße im Bochumer Norden hin zu den Grummer Teichen erstreckt sich aber auf eine längere Strecke – daher wird die Runde entgegen des Uhrzeigersinnes vorgegeben.

Daten zur Radrunde:
30,6 Kilometer
Circa 310 Höhenmeter

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Durch den Bochumer Norden

Die Radrunde durch den Bochumer Norden beginnt und endet als einzige der hier vorgestellten Routen direkt am Hauptbahnhof. Dadurch sind die ersten und letzten Kilometer auch wesentlich städtischer als der Rest der Runde. Gleichzeitig lässt sich so aber erfahren, dass auch innerhalb des dichtbesiedelten Gebietes gut Rad gefahren werden kann.

Über das Landesradwegenetz und ruhige Parallelstraßen führt die Route zunächst immer ländlicher werdend bis zum Parkway EmscherRuhr. Entlang der ehemaligen Zentraldeponie, die heute ein Solarkraftwerk beheimatet, wird bereits auf der voraussichtlichen künftigen Trasse des Radschnellweges Ruhr gefahren. Durch Wälder und zwischen Feldern führt die Route bis in den Norden, wo die Halde Lothringen erreicht wird. Rechterhand ist sie an den gelben Gestaltungselementen erkennbar. Kurz vorher knickt die Radrunde nach Westen hin ab und führt knapp am Gerther Zentrum vorbei in den Volkspark Hiltrop und weiter über ehemalige Bahntrassen zu den Grummer Teichen.

Auf der Route der Industriekultur (früher Emscher Park Radweg), die hier durch den RVR aktuell vollständig saniert wird, erreicht man die Zeche Hannover und von dort aus die Erzbahntrasse. Hier fährt es sich entspannt wieder zurück in das Bochumer Zentrum. An Wochenenden ist die Erzbahntrasse stark frequentiert, entsprechend zurückhaltend muss gefahren werden. Der Bahnhof wird vom Westpark aus weitgehend über Straßen erreicht, die über Radfahrstreifen in breitem Ausbaustandard verfügen.

Grundsätzlich kann die Runde in beide Richtungen befahren werden. Entgegen des Uhrzeigersinnes sind die Fahrbeziehungen direkt am Hauptbahnhof allerdings eindeutiger.


Daten zur Radrunde:
32 Kilometer
Circa 330 Höhenmeter

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Durch den Bochumer Osten

Die Radrunde durch den Bochumer Osten kombiniert möglicherweise Altbekanntes wie den Ruhrtalradweg, die Springorum- und die Lohtringentrasse mit den bisher noch weniger stark frequentierten Wegen des Parkway EmscherRuhr und der bisher hauptsächlich Eingeweihten oder Ortsansässigen bekannte Verbindung vom Ruhrtal direkt hinauf nach Weitmar Mark.

Als Startpunkt wurde der Ümminger See gewählt, grundsätzlich kann die Tour aber überall begonnen werden. Am besten fährt es sich im Uhrzeigersinn. Mit dieser Lösung befindet sich der deutlichste Anstieg noch relativ zu Beginn der Tour bzw. nach einer längeren Einroll- und/oder Erholungsphase auf dem Ruhrtalradweg.

Die Tour führt durch wechselvolle Landschaften: Die ehemaligen Bahntrassen bieten heute Fahrkomfort abseits des Straßenverkehrs – obwohl sie mitten durch die Stadt führen. Vom Bochumer Norden kommend bewegen wir uns dann die meiste Zeit außerhalb der bebauten Bereiche. Hier verknüpft der Parkway EmscherRuhr die Harpener Teiche mit dem Ümminger- und dem Kemnader See sowie mit den Ölbach-Mündungsteichen. Auf der Fahrt kann der Eindruck entstehen, dass die Tour einerseits durch die Industriegeschichte geprägt ist und andererseits durch „wilde“ Natur. Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass auch die Gewässer, die wir erfahren, Zeugnisse der Montanindustrie und vollständig Zivilisationsbauten sind: Der Kemnader See, der heute eine Selbstverständlichkeit und beliebtes Naher-holungsgebiet ist, wurde erst 1976 angelegt, erst 1980 war der See gefüllt. Die Ölbach-Mündungsteiche dienen der Verbesserung der Wasserqualität – sie werden sowohl durch den Ölbach selbst als auch aus der Kläranlage Ölbachtal gespeist, in der Bochumer und Wittener Abwässer geklärt werden. Die Harpener Teiche und der Ümminger See wurden angelegt, um Grubenwasser der benachbarten Zechen aufzufangen. Diese Funktion erfüllen sie auch heu-te noch – lange, nachdem die Zechen stillgelegt wurden. Die vorhandenen Stollen müssen weiterhin vom Grubenwasser freigehalten werden. An den Harpener Teichen ist dies im nörd-lichen Bereich des Teiches noch deutlich zu sehen – dort ist das einströmende Grubenwasser an der Farbe zu erkennen. Der Ümminger See und auch der Ölbach werden gerade ökologisch aufgewertet. Dazu wird der vollständig saubere Ölbach zunächst am Ümminger See vorbei geleitet. Gleichzeitig werden die Uferbereiche des Sees neu angelegt. Genauso sind die Halde Lothringen, die wir im Norden umrunden und auch die dazugehörige Straße „An der Halde“ Ergebnisse der Zechengeschichte. Wo heute die geradlinige Straße verläuft, ist auf Luftbildern noch bis zum Ende der 1990er Jahre der große Rangierbahnhof der Zeche Loth-ringen zu sehen. Etwas südlich der Harpener Teiche fahren wir an einem weiteren Berg ent-lang: Hier handelt es sich um die Bochumer Zentraldeponie, die ebenfalls erst in den 1990er Jahren aufgebaut wurde – was bei der Fahrt vom Rad aus nicht auffällt.

Schon jetzt ist klar, dass viele unserer heute lieb gewonnenen oder als selbstverständlich wahrgenommenen Stadtbilder gar nicht so alt sind, wie wir vielleicht glauben. Auch jetzt noch kann auch der Wandel der Infrastruktur beobachtet werden: Die Route führt am Kemnader See und der Ruhr entlang zunächst auf dem Ruhrtalradweg. Der ehemals sehr schmale Weg wurde erst im letzten und diesem Jahr frisch saniert, die Brockhauser Straße wird gerade zur Fahrradstraße umgewandelt. An der Kosterbrücke wird der Ruhrtalradweg verlassen und auf kaum befahrenen Straßen im Wald bis zum Malakowturm der ehemaligen Zeche Brockhau-ser Tiefbau gefahren. Hier erinnert ein Nachbau der Kleinzeche Haunert an den Beginn der Industrialisierung erinnern. Hier folgt mit einer ehemaligen Pferdebahntrasse eine stellenweise steilere Passage im Wald. Nach dem letzten steilen Aufschwung (Rechtskurve) ist der höchs-te Punkt der Radrunde erreicht, es folgen hauptsächlich ebene ehemalige Bahntrassen und kurze Abschnitte durch Wohngebiete bis in den äußersten Bochumer Nordosten. Die dabei zuerst bis in Höhe des Bochumer Zentrums befahrene Springorumtrasse ist bereits vollständig asphaltiert. Die ersten Abschnitte der Lothringentrasse, der wir weiter nach Norden folgen, weisen bisher noch die alten und in der Pflege schwierigen Schotterdecken auf, die vom RVR in den kommenden Jahren weiter saniert werden. Im Bereich der Stadtteile Hiltrop und Gerthe wurde die Trasse bereits asphaltiert. Durch diese Maßnahmen werden die Geh- und Radwege alltagstauglich und wetterfest gemacht.

Ganz im Bochumer Norden angekommen umrunden wir einmal die Halde Lothringen. So werden die Beginne der Kohleförderung im Ruhrtal (Zeche Haunert) mit dem Ende der Kohleförderung in Bochum (Zeche Lothringen) miteinander verknüpft. Von hier aus fahren wir auf dem Parkway EmscherRuhr zurück nach Süden. Zurück zum Ümminger See führt die Strecke durch Feld und Flur, weitestgehend aber auf gut ausgebauten Geh- und Radwegen. Den kurzen Abschnitt des stärker befahrenen Werner Hellweges bewältigen wir auf einem komfortabel breiten Radfahrstreifen – hier konnte eine gesamte ehemalige Fahrspur für den Radverkehr umgewandelt werden.

Grundsätzlich kann die Runde in beide Richtungen befahren werden. Insbesondere auf der Springorumtrasse und dem Ruhrtalradweg muss an Wochenenden mit intensivem Freizeitverkehr gerechnet werden.

Daten zur Radrunde:
40,8 Kilometer
Circa 400 Höhenmeter

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Durch den Bochumer Süden

Während das Bochumer Stadtgebiet insgesamt nur moderate Steigungen und Gefälle bereithält, gelten die südlichen Bereiche als „topographisch stärker bewegt“ – sind also mindestens hügelig. Vom Bochumer Zentrum aus steigt das Stadtgebiet nach Süden hin zunächst kontinuierlich an, um dann zur Ruhr hin jäh abzufallen. Was sich zunächst als wenig attraktiv anhört, um eine Radtour zu unternehmen, überrascht aber mit gut fahrbaren Wegen, moderaten Steigungen und einer attraktiven Rundtour.

Dass wir heute über diese Routen verfügen, verdanken wir dem Ruhrbergbau: Bevor die Montanindustrie in das nördliche Ruhrgebiet umzog, fand der größte Teil des Bergbaus an den Hängen des Ruhrtales statt, die Ruhr diente als Haupttransportweg. Relikte dieser Zeit sind Schleusen, Buhnen und Treidelpfade, die die Ruhr schiffbar machten. Zur Ruhr hin wurde die Kohle auf Schienenwegen transportiert. Teilweise wurden die Kohlewagen von Pferden gezogen, später wurden sie durch Lokomotiven ersetzt. In beiden Fällen wurden Bahntrassen angelegt, die häufig bis heute vorhanden sind.

Die Radrunde durch den Bochumer Süden führt über zwei dieser ehemaligen Bahntrassen sowie entlang der Ruhr. Gestartet werden kann praktisch überall entlang der Radrunde, besonders gut erreichbar sind mit dem Fahrrad der nördlichste Punkt an der Springorumallee, mit der Bahn der Bahnhof Dahlhausen oder mit dem Auto der Parkplatz an der Hevener Straße.
Der Ruhrtalradweg verläuft in Hattingen mittlerweile auf der südlichen Ruhrseite, hier wird der ehemalige Verlauf dargestellt.

Am besten fahren Sie im Uhrzeigersinn, damit verteilt sich der Anstieg nach Norden hin auf eine längere Strecke.

Daten zur Radrunde:
31,7 Kilometer
Circa 300 Höhenmeter

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Durch den Bochumer Westen

Die Radrunde durch den Bochumer Westen beginnt nah am Stadtzentrum an der Jahrhunderthalle im Westpark. Hier treffen sich wichtige innerstädtische Verbindungsstraßen mit für den Radverkehr bedeutsamen Routen bzw. Trassen: Nach Norden hin fängt hier die Erzbahntrasse an, nach Süden hin führt das Parkband West. Künftig wird der Radschnellweg Ruhr (RS1) unterhalb des Westparkplateaus vorbeiführen. Damit wird die Jahrhunderthalle direkt an den Hauptbahnhof angebunden.

Von der Jahrhunderthalle aus fahren wir nach Norden hin über die Erzbahnschwinge und letztlich auf Gelsenkirchener Stadtgebiet bis zur Erzbahnbude, wo sich Erzbahntrasse und die ehemalige Bahntrasse Kray-Wanner-Bahn treffen. Hier verschwenken wir wieder deutlich nach Süden und erreichen die Halde Rheinelbe. Sobald der Anstieg überwunden ist, bietet sich ein Rundumblick auf den Bochumer Westen, Gelsenkirchen, Essen und das nördliche Ruhrgebiet. Die Bochumer Landmarken wie Exzenterhaus, Bominhaus, Bergbaumuseum, Zeche Holland und das Thyssen-Krupp-Werk sind genauso gut auszumachen wie das Essener Stadtzentrum, Zeche Zollverein und Halde Hoheward.

Direkt am Fuß der Halde wird der RS1 verlaufen – hier könnte also eine Abkürzung von bzw. zur Jahrhunderthalle gefahren werden.

Weiter nach Süden hin geht es auf dem ehemaligen R25 nach Dahlhausen, wo ein Abstecher zum Eisenbahnmuseum unternommen werden kann. Außerdem könnte hier der Ruhrtalradweg erreicht werden. Die Tour führt aber sofort wieder auf die nächste stillgelegte Bahntrasse. Die Springorumtrasse führt stetig aber moderat ansteigend bis zum Schloßpark Haus Weitmar, von wo aus wir auf dem Parkband West wieder zur Jahrhunderthalle zurückfahren.

Die gesamte Runde kann prinzipiell in beide Richtungen befahren werden. Wegen eines etwa 400 Meter langen deutlichen Anstiegs zwischen Dahlhausen und Sevinghausen lässt sich die Runde entgegen des Uhrzeigersinns aber entspannter fahren.

Daten zur Radrunde:
33 Kilometer
Circa 320 Höhenmeter

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Copyright

Copyright für diesen Beitrag

Texte: Stadt Bochum

Bilder / Video: Ulrich Schäfer

mehr zum Thema

weiter Informationen gibt es hier:

https://www.bochum.de/radrunden

einen Erfahrungsbericht eines WDR-Reporters kannst Du hier nachlesen:

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/neue-radtouren-durch-bochum-100.html

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