fbpx

Fahrradtour.ruhr - ein Rad - ein Weg - das ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, unendliche Weiten, unendlich viel Natur, unendlich viele stillgelegte Zechen und Industrieanlagen. Früher durch Eisenbahnanlagen verbunden, fahren Sie heute auf diesen Wegen mit dem Fahrrad, das ist Radfahren im Ruhrgebiet.

Tourenvorschläge sicher Radfahren

© Bild: Stadt Bottrop

Zeit für diesen Beitrag: 4 minuten
Deine Lesezeit für diesen Artikel beträgt ca: 4 minutes

Radfahren ist gesund, 10 Gründe, warum das so ist

Radfahren stärkt das  Herz-Kreislauf-System

Regelmäßige körperliche Aktivitäten verringern das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sagt, dass bereits fünfmal in der Woche 30 Minuten Bewegung dem Bewegungsmangel und den daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten entgegenwirken. „Radfahren stärkt nicht nur die Beine, sondern auch das Herz. Bereits 33 gefahrene Kilometer pro Woche sollen das Risiko für koronare Herzerkrankungen halbieren“, weiß Jasmin Schejbal vom Fahrradhersteller Winora. Dabei gehe es nicht um sportliche Höchstleistungen. Bereits mäßige, vor allem aber regelmäßige Bewegungen können helfen. Der Blutkreislauf kommt in Schwung, was das Schlagvolumen des Herzens erhöht und gleichzeitig die Pumpleistung beruhigt. Außerdem wird das Blutvolumen des Herzens vergrößert. Als zusätzlicher Nebeneffekt wird Cholesterin abgebaut, was eine Verkalkung der Blutgefäße verhindert. „Davon profitieren auch E‑Biker, denn auch Radfahren mit Motor fördert bei Menschen aller Altersstufen die Gesundheit“, verweist Schejbal.

Radfahren stärkt das   Immunsystem

Radfahrer sind die wahren Künstler im Gesundbleiben, obwohl sie Regen, Wind und Kälte ausgesetzt sind. Diverse Studien haben mittlerweile dokumentiert, was Radprofis in der Praxis beweisen: Körperliche Belastung und Erholung an der frischen Luft erhöhen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. „Es ist äußerst wirksam, sich unterschiedlichen Kälte- und Wärmereizen auszusetzen. Das dient effektiv der Stärkung des Immunsystems und macht widerstandsfähiger gegen Erkältung“, bekräftigt Dauerradfahrer Volker Dohrmann vom Radhersteller Stevens Bikes. Hinzu kommt, dass bei Bewegung an der frischen Luft mehr Licht über die Netzhaut aufgenommen wird, was die Vitaminproduktion fördert und so ebenso die Abwehrkräfte stärkt. Der schützende Effekt tritt jedoch erst langfristig ein. Kurzfristig hingegen kann das Immunsystem besonders nach harten, anaeroben Trainingseinheiten auch geschwächt werden, weil der Anteil der schützenden Lymphozyten abnimmt.

Radfahren verbessert die  Funktion der Atemwege

Die Lungenfunktion profitiert besonders vom rhythmischen, zyklischen Charakter des Radfahrens. Die Lungen werden dauerhaft mit frischem Sauerstoff versorgt und die erhöhte Atemfrequenz stärkt die umliegenden Muskeln. Eine trainierte Lunge pumpt mehr Luft aus den Lungenflügeln und dadurch kann mehr sauerstoffreiche Luft nachströmen. Verstärkt wird der Effekt beim Radeln im Grünen. Aber Vorsicht: Zu kalte Luft kann zu Problemen führen. „Wenn die Temperatur deutlich in den Minusbereich geht, kann man als Radfahrer auf eine Gesichtsmaske oder ein Schlauchtuch zurückgreifen“, rät Anna Rechtern vom Outdoor-Spezialisten Vaude.

Radfahren hilft bei  Rückenleiden

Rückenschmerzen rühren meist daher, dass die Muskulatur im Rumpfbereich zu schwach ausgebildet ist. Dazu kommen schlechte Bewegungsgewohnheiten und/oder falsche Sitzhaltungen am Arbeitsplatz. Für einen gesunden, stabilen Rücken sind gerade die tiefer liegenden, kleinen Muskeln zwischen den Wirbeln wichtig – und die werden durch Radfahren gestärkt. „Wichtig ist dabei die richtige Sitzhaltung: Der Oberkörper sollte etwas nach vorne geneigt sein, damit der Körperschwerpunkt möglichst über den Pedalen liegt“, erklärt Sebastian Marten vom Hersteller MTB Cycletech. Außerdem sorgt das regelmäßige Pedalieren dafür, dass chronische Rückenschmerzen gelindert werden. Allerdings können hier keine pauschalen Aussagen getroffen werden, da Rückenleiden ein individuelles Thema sind und bei manchen Problemen das Radfahren die Leiden auch verstärken kann.

Radfahren hilft gegen Depressionen

Bereits 30 Minuten Radfahren reichen, um reichlich Endorphine auszuschütten. Sie sind dafür verantwortlich, dass sich Radler entspannter fühlen und weit weniger an Depressionen leiden als Nichtsportler. Das belegt eine Studie der Universitätsklinik Tübingen. Bei Menschen mit Depressionen würden sich die Blutwerte nach 30 Minuten Radfahren wieder normalisieren. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die gleichmäßigen, zyklischen Bewegungen des Pedalierens eine entspannende Wirkung auf die Psyche haben.

Radfahren  schützt die Gelenke

Da der größte Teil des Körpergewichts vom Rad getragen wird, ist Radfahren besonders gelenkschonend. Die zyklische Be- und Entlastung der Gelenke sorgt dafür, dass die Gelenke besser mit Nährstoffen versorgt und Abbauprodukte entsorgt werden. „Das zählt insbesondere für Kniegelenke“, erklärt der ehemalige Radrennfahrer Marten. Selbst Menschen mit bereits geschädigten Gelenken können durchaus mitradeln – oder alternativ zum Liegerad greifen. „Die liegende Position mit breitem Sitz entlastet den Oberkörper. Auch genießt man einen guten Rundumblick und durch die ergonomische Sitzposition werden taube Gliedmaßen verhindert“, so Alexander Kraft vom Liegeradhersteller HP Velotechnik.

Radfahren stimuliert  das Gehirn

Oft kommen einem beim Radfahren die besten Ideen – Albert Einstein oder Arthur Conan Doyle sind dabei nur einige Beispiele von bekannten Persönlichkeiten, die sich gerne aufs Rad schwangen. Das liegt daran, dass die Bewegung die Hirndurchblutung anregt, was zu einer besseren Verzweigung der Nervenzellen führt. Das Gehirn wird somit leistungsfähiger.

Radfahren verbessert  die Koordination

Lenken, Pedalieren, Umschauen, Konzentrieren: Radfahren stellt komplexe motorische Anforderungen. „Zudem werden verschiedene Formen der Wahrnehmung geschult, was gerade bei Kindern die Koordinationsfähigkeit und das Gleichgewicht stärkt“, erklärt Guido Meitler vom Kinderradhersteller Puky. Speziell im Verkehr werden die unterschiedlichen Sinne geschärft. Hinzu kommt, dass durch das Radfahren Transfereffekte für andere Bewegungsformen erzielt werden. „So ist Radfahren auch eine gute Vorbereitung für andere Sportarten“, ergänzt Meitler.

Radfahren  hilft beim Fettabbau

Ausdauertraining ist eine effektive Methode zum Fettverbrennen. Beim Fahrradfahren kann man sowohl aerobes, intensives, als auch Intervalltraining absolvieren. Bei der besseren Trainingssteuerung helfen entsprechende Leistungsmesser. Hobbyradlern, die ihren Stoffwechsel ankurbeln wollen, rät Mareen Werner von Sport Import, Vertriebspartner von Powertap, zu längeren Strecken mit geringer Intensität. Geübtere Biker sollten sich mit Intervalltraining versuchen, also auch einmal einen kurzen Sprint einlegen. „Trainingspläne helfen, effektiver abzunehmen“, bekräftigt Werner.

Radfahren verbessert den Schlaf

Wissenschaftler der Universität Oregon haben festgestellt, dass gerade die Leicht- und Tiefschlafphasen bei aktiven Menschen deutlich besser sind. Dabei ist aber Sport nicht gleich Sport. Radfahren bietet sich insbesondere für Menschen an, die ihre Aktivität in den Abendstunden betreiben. Ausdauersportarten verbessern die Schlafqualität, weil es hier im Gegensatz zu z. B. Ballsportarten nicht um Sieg oder Niederlage geht. Der Körper wird weniger in Aufregung versetzt und schüttet weniger Hormone aus, was das Einschlafen erleichtert.

pd-f.de

Header: Ulrich Schäfer

pd-f.de

Deine Meinung zu diesem Thema

unsortiert
Ulrich Schäfer

Messe “Fahrrad Essen” 2021 abgesagt

Zeit für diesen Beitrag: 4 minuten Messe “FAHRRAD ESSEN” 2021  ABGESAGT Ein Rückblick auf die Messe 2019. © Messe Essen © Messe Essen FAHRRAD ESSEN 2021 ABGESAGT Vor dem Hintergrund der weiteren Verschärfung der Corona Maßnahmen und der nun beschlossenen Verlängerung des Lockdowns müssen wir die vom 17.02. – 21.02.2021 geplante Reise+Camping und die Fahrrad ESSEN leider absagen. Die nächste REISE+CAMPING

Weiterlesen »
Rad_defekt_im_Ständer © Ulrich Schäfer
Radpolitik
Ulrich Schäfer

Zusätzliche Förderung des Fuß- und Radverkehrs

Zeit für diesen Beitrag: 4 minuten Zusätzliche Förderung des Fuß- und Radverkehrs Land fördert weitere 26 Nahmobilitätsprojekte in den Kommunen Das Verkehrsministerium stockt das Programm zur Förderung der Nahmobilität auf. Insgesamt fördert das Land in diesem Jahr 165 neue Projekte für einen besseren Fuß- und Radverkehr in Nordrhein-Westfalen. Im April hatte die Landesregierung den ersten Teil des Nahmobilitätsprogramms 2020 mit 139

Weiterlesen »
Digitaler Radfernweg, Römer-Lippe-Route Mehrwert durch Digitalisierung
Radpolitik
Ulrich Schäfer

Römer-Lippe-Route – Mehrwert durch Digitalisierung

Zeit für diesen Beitrag: 6 minuten Digitalisierung Römer-Lippe-Route Mehrwert durch Digitalisierung Römer-Lippe-Route will Vorreiter bei der Digitalisierung von Radfernwegen in Deutschland werden Digitale Infrastruktur als Alleinstellungsmerkmal für einen touristischen Radfernweg: Die Römer-Lippe-Route, die zwischen Detmold und Xanten verläuft, ist Teil des Modellprojekts „Digitalisierung im Radtourismus am Praxisbeispiel der Römer-Lippe-Route“. Ziel des Projekts ist es, das radtouristische Angebot durch digitale Informations- und

Weiterlesen »
SCHOOLBIKERS - Das neue Magazin für schulisches Radfahren
Kinder
Ulrich Schäfer

SCHOOLBIKERS – Das Magazin für schulisches Radfahren

Zeit für diesen Beitrag: 4 minuten SCHOOLBIKERSSCHOOLBIKERS SCHOOLBIKERS – Das Magazin für schulisches Radfahren SCHOOLBIKERS – Das Magazin für schulisches Radfahren Kinder und Jugendliche lieben das Radfahren. Doch leider trauen sich nur wenige Lehrerinnen und Lehrer, das Radfahren in den Unterricht zu integrieren, Ausflüge mit dem Rad zu machen oder sogar eine Klassenfahrt auf dem Rad zu planen. Dennoch hat das

Weiterlesen »
Der Deutsche Fahrradpreis Fotowettbewerb 2020
Radwege
Ulrich Schäfer

Der Deutsche Fahrradpreis Fotowettbewerb 2020

Zeit für diesen Beitrag: 2 minuten 2020Deutscher Fahrradpreis Jetzt mitmachen beim Foto- und Fahrradkulturwettbewerb Der Deutsche Fahrradpreis Fotowettbewerb 2020 Für den Deutschen Fahrradpreis werden Fotos, Videos, Clips, Lieder, Texte, Gedichte und Zeichnungen zum Motto „Aus Liebe zum Rad“ gesucht. Bis zum 10. März 2021 haben Hobby- und Amateurfotografen, Filmer, Musiker, Dichter, Künstler und alle anderen Interessierten die Möglichkeit, am Foto- und Fahrradkulturwettbewerb

Weiterlesen »
In vielen Städten erinnern weiße Geisterräder an getötete Radfahrer
Kinder
Ulrich Schäfer

65 200 Fahrradunfälle mit Personenschaden

Zeit für diesen Beitrag: 5 minuten Jeder siebte Mensch, der 2019 im Straßenverkehr ums Leben kam, war mit dem Fahrrad unterwegs. Mehr als die Hälfte aller getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer war 65 Jahre oder älter. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 445 Radfahrerinnen und -fahrer bei einem Unfall Der Umwelt oder der Gesundheit zuliebe, vielleicht auch einfach, weil es Spaß macht –

Weiterlesen »
Skip to content